Am 25. April 2027 wählt Nordrhein-Westfalen einen neuen Landtag. Knapp sieben Monate vorher schauen wir auf alle 128 Wahlkreise: Wer liegt vorn, wer ist Zweiter, und wo ist das Rennen offen? Grundlage sind der poll.graphics-Wahltrend vom 1. Oktober und die Ergebnisse der Landtagswahl 2022.
Der poll.graphics-Wahltrend ist keine eigene Umfrage. Er ist ein gewichteter Durchschnitt aller veröffentlichten Landtagswahlumfragen. Für Nordrhein-Westfalen sind das in diesem Jahr fünf, zuletzt Forsa vom 23. September. Der Durchschnitt glättet die Ausreißer einzelner Institute.
Die CDU läge mit aktuell 31,3 Prozent klar vorn, die AfD wäre mit 19,1 Prozent zweitstärkste Kraft. Die schwarz-grüne Landesregierung hätte eine Mehrheit. Die eigentliche Verschiebung zeigt sich aber in den Wahlkreisen: Die SPD würde von 45 Direktmandaten noch 5 halten.
Das Wichtigste in Kürze
- Schwarz-Grün hätte eine Mehrheit. CDU und Grüne kämen auf 149 von 283 Sitzen, sieben mehr als nötig. Auch CDU und SPD hätten mit 148 Sitzen eine Mehrheit.
- Die CDU würde 98 der 128 Wahlkreise gewinnen, 22 mehr als 2022. Mit 31,3 Prozent stünden ihr aber nur rund 63 der 181 Regelsitze zu. Die Überhangmandate werden ausgeglichen, und der Landtag wüchse auf 283 Sitze.
- Die SPD verliert das Ruhrgebiet. 40 ihrer 45 Wahlkreise von 2022 gingen verloren: 23 an die CDU, 13 an die AfD, 4 an die Grünen.
- Die AfD läge in 13 Wahlkreisen vorn, 2022 gewann sie keinen. Alle 13 liegen im Ruhrgebiet, im Bergischen Land und in Lippe.
- 44 Wahlkreise sind offen. In 14 liegen die Gewinnwahrscheinlichkeiten der beiden Erstplatzierten weniger als 10 Punkte auseinander, in 30 weitere weniger als 50 Punkte.
Sitzverteilung am 1. Oktober
Der poll.graphics-Wahltrend vom 1. Oktober lautet: CDU 31,3%, AfD 19,1%, Grüne 16,3%, SPD 16,0%, Die Linke 7,6%, FDP 3,9%, Sonstige 5,9%. Zusammen mit den projizierten Wahlkreissiegern ergibt sich folgende Sitzverteilung:
| Partei | Zweitstimme | Direktmandate | Liste | Sitze |
|---|---|---|---|---|
| CDU | 31,3% | 98 | 0 | 98 |
| AfD | 19,1% | 13 | 47 | 60 |
| B90/Grüne | 16,3% | 12 | 39 | 51 |
| SPD | 16,0% | 5 | 45 | 50 |
| Die Linke | 7,6% | 0 | 24 | 24 |
| FDP | 3,9% | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 128 | 155 | 283 |
Der Landtag hat 181 Regelsitze, 128 davon werden in den Wahlkreisen vergeben. Die Zweitstimme entscheidet, wie viele Sitze jeder Partei zustehen. Gewinnt eine Partei mehr Wahlkreise, als ihr nach Zweitstimmen zustehen, behält sie diese Überhangmandate, und die übrigen Parteien erhalten Ausgleichsmandate, bis das Verhältnis wieder stimmt.
Genau das passiert in dieser Projektion in großem Umfang. Die CDU gewinnt 98 Wahlkreise, obwohl ihr nach Zweitstimmen nur gut ein Drittel der Sitze zusteht. Damit die anderen Parteien im richtigen Verhältnis vertreten sind, wächst der Landtag auf 283 Sitze, 102 mehr als die Regelgröße. 2022 hatte der Landtag 195 Sitze. Die Mehrheit liegt bei 142 Sitzen. Die FDP würde mit 3,9 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.
Wer hätte eine Mehrheit?
Die amtierende Koalition aus CDU und Grünen käme auf 149 Sitze und hätte sieben Sitze mehr als nötig. Auch eine Koalition aus CDU und SPD hätte eine Mehrheit. SPD, Grüne und Linke wären zusammen weit von einer Mehrheit entfernt.
| Koalition | Sitze | Mehrheit (142)? |
|---|---|---|
| CDU + Grüne (Landesregierung seit 2022) | 149 | ja (+7) |
| CDU + SPD | 148 | ja (+6) |
| SPD + Grüne + Die Linke | 125 | nein (−17) |
| SPD + Grüne | 101 | nein (−41) |
Die Wahlkreise entscheiden nicht über die Mehrheit. Weil Überhangmandate vollständig ausgeglichen werden, folgt die Sitzverteilung fast genau den Zweitstimmen. Gewinnt die CDU zehn Wahlkreise weniger, wird der Landtag kleiner, die Anteile bleiben aber nahezu gleich. Die Wahlkreise entscheiden darüber, wer im Landtag sitzt und wie groß er wird.
Die Auswirkungen dern Fünf-Prozent-Hürde. Die FDP liegt mit 3,9 Prozent knapp darunter, Die Linke mit 7,6 Prozent deutlich darüber. Käme die FDP in den Landtag, verlören alle anderen Parteien anteilig Sitze. Bei 5 Prozent für die FDP läge Schwarz-Grün bei den aktuellen Werten nur noch etwa bei der Hälfte der Sitze, Schwarz-Rot knapp darunter. Das ist eine Überschlagsrechnung, kein Modellergebnis, aber sie zeigt: Die Mehrheiten beider Zweierbündnisse hängen am Scheitern der FDP.
Der Weg dahin: Januar bis Oktober
Wir haben die Projektion für den Ersten jedes Monats berechnet.
Die Wahlkreise seit Januar
Wahlkreise, in denen jede Partei in unserer Projektion vorn läge. Datenpunkte jeweils am Monatsersten.
Bei der Wahl 2022 gewann die CDU 76 Wahlkreise, die SPD 45 und die Grünen 7. Zwischen den Umfragen vom 28. Juni (infratest dimap) und 23. September (Forsa) ist keine NRW-Umfrage erschienen, deshalb bleiben die Linien von Juli bis September flach.
Die Grafik zeigt drei Entwicklungen:
1. Die CDU verliert Wahlkreise, obwohl sie weit vorn liegt. Im Wahltrend ist die CDU von 37,3 Prozent im Januar auf 31,3 Prozent gefallen. Die Zahl ihrer Wahlkreise sank von 118 auf 98. Auch mit 98 Wahlkreisen gewönne sie noch 22 mehr als 2022.
2. Die AfD überholt die SPD. Im Februar lag die SPD mit 19,1 Prozent noch dreieinhalb Punkte vor der AfD. Seit Mai liegt die AfD vorn, inzwischen mit drei Punkten Abstand (19,1 zu 16,0 Prozent). In den Wahlkreisen stiege die AfD von 2 auf 13, die SPD fiele nach einem Zwischenhoch von 14 im April auf 5.
3. Die Grünen gewinnen in den Universitätsstädten. Mit dem Anstieg von 12,6 auf 16,3 Prozent würde die Zahl ihrer Wahlkreise von 2 auf 12 wachsen. Dazu gehören Köln, Münster, Aachen, Bielefeld, Essen und Dortmund.
Stärkste und zweitstärkste Partei in den 128 Wahlkreisen
Die linke Karte zeigt, welche Partei in jedem Wahlkreis bei den Erststimmen vorn läge: die CDU in 98, die AfD in 13, die Grünen in 12 und die SPD in 5 (Bochum I, Bochum III, Herne, Dortmund II, Hamm I).
Gegenüber 2022 würden 41 Wahlkreise den Besitzer wechseln. 40 davon verlöre die SPD. Die CDU übernähme 23, darunter Wahlkreise in Wuppertal, Oberhausen, Wesel, Mülheim, Recklinghausen, Hagen, Unna, Dortmund und Ostwestfalen. Die AfD gewönne 13, alle bisher in SPD-Hand: Wuppertal I, Oberhausen I, Duisburg I bis III, Essen I und II, Recklinghausen II, Gelsenkirchen I und II, Lippe III, Hagen II und Unna III. Die Grünen gewönnen Köln VII, Essen III, Bielefeld I und Dortmund I von der SPD sowie Münster I von der CDU.
Die rechte Karte zeigt, wer Zweiter wäre. In 60 Wahlkreisen ist die AfD Zweite, in 57 davon hinter der CDU.
Wettbewerbskonstellationen
Die folgende Karte fasst beide Karten zusammen. Jeder Wahlkreis zeigt die beiden Parteien auf Platz 1 und 2, unabhängig davon, welche von beiden führt.
| Konstellation | Wahlkreise |
|---|---|
| CDU ↔ AfD (CDU führt in 57, AfD in 8) | 65 |
| CDU ↔ Grüne (CDU führt in 21, Grüne in 8) | 29 |
| CDU ↔ SPD (CDU führt in 20, SPD in Hamm I) | 21 |
| AfD ↔ SPD (AfD führt in Duisburg III, Essen I, Gelsenkirchen I und II, Unna III; SPD in Bochum I, Bochum III, Herne) | 8 |
| Grüne ↔ Linke (Köln III, Köln VI, Bielefeld I) | 3 |
| Grüne ↔ SPD (Dortmund I, Dortmund II) | 2 |
Was die Konstellationen zeigen: Die CDU ist an 115 der 128 Duelle beteiligt. Das Land teilt sich in mehrere Zonen. Im Sauerland, Siegerland, in Ostwestfalen und im ländlichen Rheinland ist die CDU weit vorn, die Verfolgerin ist meist die AfD. Am Niederrhein und im nördlichen Münsterland ist die SPD Zweite. In Köln, Bonn, Düsseldorf, Aachen und Münster treten CDU und Grüne gegeneinander an. Im Ruhrgebiet laufen Dreikämpfe zwischen CDU, AfD und SPD, oft mit nur wenigen Punkten Abstand. Nur 13 Duelle finden ohne die CDU statt: zehn im Ruhrgebiet, dazu Köln III, Köln VI und Bielefeld I.
Alle 128 Wahlkreise im Überblick (01.10.2026)
Die Einschätzung beruht auf der Monte-Carlo-Simulation mit 10.000 Durchläufen. In jedem Durchlauf werden die Erststimmenanteile aller Parteien im Wahlkreis zufällig variiert. Gezählt wird, wie oft jede Partei den Wahlkreis gewinnt. Maßgeblich ist der Abstand zwischen den Gewinnwahrscheinlichkeiten der beiden stärksten Parteien:
| Kategorie | Vorsprung Gewinnwahrscheinlichkeit | Bedeutung | Anzahl WK (01.10.) |
|---|---|---|---|
| 🔴 Auf Kippe | < 10% | Offenes Rennen, in mehrere Richtungen realistisch | 14 |
| 🟠 Umkämpft | 10% – 50% | Führung vorhanden, aber angreifbar | 30 |
| 🟡 Tendenz | 50% – 90% | Klarer Vorteil, aber nicht unangreifbar | 40 |
| 🟢 Klarer Vorsprung | > 90% | Derzeit praktisch sicher | 44 |
Die 44 sicheren Wahlkreise gehören bis auf einen der CDU, die Ausnahme ist Köln III (Grüne). Die AfD hat keinen sicheren Wahlkreis: Von ihren 13 Führungen stehen 5 auf Kippe und 4 sind umkämpft. Von den 14 Wahlkreisen auf Kippe liegen 9 im Ruhrgebiet und in Lippe.
| Nr | Wahlkreis | Führend | 2. Platz | 3. Platz | Einschätzung |
|---|---|---|---|---|---|
| 001 | Aachen I | B90/Grüne | CDU | SPD | 🟡 Tendenz |
| 002 | Aachen II | CDU | B90/Grüne | SPD | 🟠 Umkämpft |
| 003 | Aachen III | CDU | SPD | AfD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 004 | Aachen IV | CDU | SPD | AfD | 🟡 Tendenz |
| 005 | Rhein-Erft-Kreis I | CDU | AfD | SPD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 006 | Rhein-Erft-Kreis II | CDU | AfD | B90/Grüne | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 007 | Rhein-Erft-Kreis III | CDU | AfD | B90/Grüne | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 008 | Euskirchen I | CDU | AfD | SPD | 🟡 Tendenz |
| 009 | Heinsberg I | CDU | AfD | SPD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 010 | Heinsberg II | CDU | AfD | SPD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 011 | Düren I | CDU | AfD | SPD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 012 | Düren II – Euskirchen II | CDU | AfD | SPD | 🟡 Tendenz |
| 013 | Köln I | B90/Grüne | CDU | SPD | 🟠 Umkämpft |
| 014 | Köln II | B90/Grüne | CDU | Die Linke | 🟡 Tendenz |
| 015 | Köln III | B90/Grüne | Die Linke | SPD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 016 | Köln IV | CDU | B90/Grüne | AfD | 🟠 Umkämpft |
| 017 | Köln V | CDU | AfD | SPD | 🟡 Tendenz |
| 018 | Köln VI | B90/Grüne | Die Linke | SPD | 🟡 Tendenz |
| 019 | Köln VII | B90/Grüne | CDU | SPD | 🟠 Umkämpft |
| 020 | Leverkusen | CDU | AfD | SPD | 🟡 Tendenz |
| 021 | Rheinisch-Bergischer Kreis I | CDU | B90/Grüne | AfD | 🟡 Tendenz |
| 022 | Rheinisch-Bergischer Kreis II | CDU | AfD | B90/Grüne | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 023 | Oberbergischer Kreis I | CDU | AfD | SPD | 🟡 Tendenz |
| 024 | Oberbergischer Kreis II | CDU | AfD | SPD | 🔴 Auf Kippe |
| 025 | Rhein-Sieg-Kreis I | CDU | AfD | SPD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 026 | Rhein-Sieg-Kreis II | CDU | B90/Grüne | AfD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 027 | Rhein-Sieg-Kreis III – Euskirchen III | CDU | B90/Grüne | AfD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 028 | Rhein-Sieg-Kreis IV | CDU | AfD | SPD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 029 | Rhein-Sieg-Kreis V | CDU | B90/Grüne | AfD | 🟡 Tendenz |
| 030 | Bonn I | CDU | B90/Grüne | SPD | 🔴 Auf Kippe |
| 031 | Bonn II | CDU | B90/Grüne | SPD | 🟠 Umkämpft |
| 032 | Wuppertal I | AfD | CDU | SPD | 🟠 Umkämpft |
| 033 | Wuppertal II | CDU | B90/Grüne | SPD | 🟡 Tendenz |
| 034 | Wuppertal III – Solingen II | CDU | AfD | SPD | 🟡 Tendenz |
| 035 | Solingen I | CDU | AfD | SPD | 🟡 Tendenz |
| 036 | Remscheid I – Oberbergischer Kreis | CDU | AfD | SPD | 🟡 Tendenz |
| 037 | Mettmann I | CDU | AfD | B90/Grüne | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 038 | Mettmann II | CDU | AfD | B90/Grüne | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 039 | Mettmann III – Mülheim II | CDU | AfD | SPD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 040 | Mettmann IV | CDU | AfD | B90/Grüne | 🟡 Tendenz |
| 041 | Düsseldorf I | CDU | B90/Grüne | AfD | 🟡 Tendenz |
| 042 | Düsseldorf II | CDU | B90/Grüne | SPD | 🟡 Tendenz |
| 043 | Düsseldorf III | CDU | B90/Grüne | SPD | 🟠 Umkämpft |
| 044 | Düsseldorf IV | CDU | AfD | B90/Grüne | 🟡 Tendenz |
| 045 | Rhein-Kreis Neuss I | CDU | SPD | AfD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 046 | Rhein-Kreis Neuss II | CDU | AfD | SPD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 047 | Rhein-Kreis Neuss III | CDU | B90/Grüne | SPD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 048 | Krefeld I – Viersen III | CDU | AfD | SPD | 🟡 Tendenz |
| 049 | Krefeld II | CDU | AfD | SPD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 050 | Mönchengladbach I | CDU | AfD | SPD | 🟡 Tendenz |
| 051 | Mönchengladbach II | CDU | SPD | AfD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 052 | Viersen I | CDU | B90/Grüne | SPD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 053 | Viersen II | CDU | AfD | SPD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 054 | Kleve I | CDU | SPD | AfD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 055 | Kleve II | CDU | SPD | B90/Grüne | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 056 | Oberhausen I | AfD | CDU | SPD | 🟠 Umkämpft |
| 057 | Oberhausen II – Wesel I | CDU | SPD | AfD | 🟠 Umkämpft |
| 058 | Wesel II | CDU | SPD | AfD | 🟡 Tendenz |
| 059 | Wesel III | CDU | SPD | AfD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 060 | Wesel IV | CDU | SPD | AfD | 🟡 Tendenz |
| 061 | Duisburg I | AfD | CDU | SPD | 🔴 Auf Kippe |
| 062 | Duisburg II | AfD | CDU | SPD | 🟡 Tendenz |
| 063 | Duisburg III | AfD | SPD | CDU | 🟡 Tendenz |
| 064 | Mülheim I | CDU | SPD | AfD | 🟡 Tendenz |
| 065 | Essen I | AfD | SPD | CDU | 🔴 Auf Kippe |
| 066 | Essen II | AfD | CDU | SPD | 🟠 Umkämpft |
| 067 | Essen III | B90/Grüne | CDU | SPD | 🟠 Umkämpft |
| 068 | Essen IV | CDU | B90/Grüne | SPD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 069 | Recklinghausen I | CDU | AfD | SPD | 🟠 Umkämpft |
| 070 | Recklinghausen II | AfD | CDU | SPD | 🟠 Umkämpft |
| 071 | Recklinghausen III | CDU | AfD | SPD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 072 | Recklinghausen IV | CDU | AfD | SPD | 🟠 Umkämpft |
| 073 | Gelsenkirchen I – Recklinghausen V | AfD | SPD | CDU | 🟡 Tendenz |
| 074 | Gelsenkirchen II | AfD | SPD | CDU | 🟡 Tendenz |
| 075 | Bottrop – Recklinghausen VI | CDU | SPD | AfD | 🟠 Umkämpft |
| 076 | Borken I | CDU | SPD | AfD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 077 | Borken II | CDU | AfD | SPD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 078 | Coesfeld I – Borken III | CDU | B90/Grüne | SPD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 079 | Coesfeld II | CDU | B90/Grüne | AfD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 080 | Steinfurt I | CDU | B90/Grüne | SPD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 081 | Steinfurt II | CDU | SPD | B90/Grüne | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 082 | Steinfurt III | CDU | SPD | AfD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 083 | Münster I – Steinfurt IV | B90/Grüne | CDU | SPD | 🔴 Auf Kippe |
| 084 | Münster II | B90/Grüne | CDU | SPD | 🟠 Umkämpft |
| 085 | Münster III – Coesfeld III | B90/Grüne | CDU | SPD | 🔴 Auf Kippe |
| 086 | Warendorf I | CDU | B90/Grüne | AfD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 087 | Warendorf II | CDU | AfD | SPD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 088 | Minden-Lübbecke I | CDU | AfD | SPD | 🟡 Tendenz |
| 089 | Minden-Lübbecke II | CDU | AfD | SPD | 🟠 Umkämpft |
| 090 | Herford I | CDU | AfD | SPD | 🟠 Umkämpft |
| 091 | Herford II – Minden-Lübbecke III | CDU | AfD | SPD | 🟠 Umkämpft |
| 092 | Bielefeld I | B90/Grüne | Die Linke | SPD | 🔴 Auf Kippe |
| 093 | Bielefeld II | CDU | AfD | SPD | 🟠 Umkämpft |
| 094 | Gütersloh I – Bielefeld III | CDU | SPD | B90/Grüne | 🟡 Tendenz |
| 095 | Gütersloh II | CDU | AfD | B90/Grüne | 🟡 Tendenz |
| 096 | Gütersloh III | CDU | AfD | B90/Grüne | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 097 | Lippe I | CDU | AfD | SPD | 🟠 Umkämpft |
| 098 | Lippe II – Herford III | CDU | AfD | SPD | 🟠 Umkämpft |
| 099 | Lippe III | AfD | CDU | SPD | 🔴 Auf Kippe |
| 100 | Paderborn I | CDU | AfD | SPD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 101 | Paderborn II | CDU | AfD | B90/Grüne | 🟡 Tendenz |
| 102 | Höxter | CDU | AfD | SPD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 103 | Hagen I | CDU | AfD | SPD | 🟠 Umkämpft |
| 104 | Hagen II – Ennepe-Ruhr-Kreis III | AfD | CDU | SPD | 🔴 Auf Kippe |
| 105 | Ennepe-Ruhr-Kreis I | CDU | SPD | AfD | 🟡 Tendenz |
| 106 | Ennepe-Ruhr-Kreis II | CDU | B90/Grüne | SPD | 🟡 Tendenz |
| 107 | Bochum I | SPD | AfD | CDU | 🟠 Umkämpft |
| 108 | Bochum II | CDU | B90/Grüne | SPD | 🔴 Auf Kippe |
| 109 | Bochum III | SPD | AfD | CDU | 🟠 Umkämpft |
| 110 | Herne | SPD | AfD | CDU | 🟠 Umkämpft |
| 111 | Dortmund I | B90/Grüne | SPD | AfD | 🟠 Umkämpft |
| 112 | Dortmund II | SPD | B90/Grüne | AfD | 🔴 Auf Kippe |
| 113 | Dortmund III | CDU | SPD | AfD | 🔴 Auf Kippe |
| 114 | Dortmund IV | CDU | SPD | AfD | 🟠 Umkämpft |
| 115 | Unna I | CDU | SPD | AfD | 🟠 Umkämpft |
| 116 | Unna II | CDU | AfD | SPD | 🟠 Umkämpft |
| 117 | Unna III – Hamm II | AfD | SPD | CDU | 🔴 Auf Kippe |
| 118 | Hamm I | SPD | CDU | AfD | 🔴 Auf Kippe |
| 119 | Soest I | CDU | AfD | SPD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 120 | Soest II | CDU | AfD | SPD | 🟡 Tendenz |
| 121 | Märkischer Kreis I | CDU | AfD | SPD | 🟡 Tendenz |
| 122 | Märkischer Kreis II | CDU | AfD | SPD | 🟡 Tendenz |
| 123 | Märkischer Kreis III | CDU | AfD | SPD | 🟡 Tendenz |
| 124 | Hochsauerlandkreis I | CDU | AfD | SPD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 125 | Hochsauerlandkreis II | CDU | AfD | SPD | 🟢 Klarer Vorsprung |
| 126 | Siegen-Wittgenstein I | CDU | AfD | SPD | 🟡 Tendenz |
| 127 | Siegen-Wittgenstein II | CDU | AfD | SPD | 🟡 Tendenz |
| 128 | Olpe | CDU | AfD | SPD | 🟢 Klarer Vorsprung |
Die Simulation zeigt auch, wie unsicher die Wahlkreiskarte als Ganzes ist. Im Schnitt gewinnt die führende Partei ihren Wahlkreis in 78 Prozent der Durchläufe. Bildet die Simulation die Unsicherheit realistisch ab, wären heute rund 100 der 128 Wahlkreise richtig projiziert. Im Mittel aller Durchläufe gewinnt die CDU 88,7 Wahlkreise, also rund zehn weniger als im Nowcast, weil sie viele knappe Rennen anführt. AfD (16,3) und SPD (10,7) gewinnen im Mittel mehr Wahlkreise, als sie heute anführen.
Methodik in Kürze
Daten: die amtlichen Ergebnisse der Landtagswahl 2022 in den 128 Wahlkreisen, fortgeschrieben mit dem poll.graphics-Wahltrend vom 1. Oktober 2026.
Nowcast: Für jeden Wahlkreis projizieren wir den Erststimmenanteil jeder Partei. Die Sitzverteilung ergibt sich aus dem landesweiten Zweitstimmenanteil und den gewonnenen Wahlkreisen.
Sitzverteilung: 181 Regelsitze, Fünf-Prozent-Hürde, Überhangmandate werden vollständig ausgeglichen.
Monte-Carlo-Simulation: 10.000 Durchläufe mit zufälligen, größenabhängigen Schwankungen der Parteianteile auf Wahlkreisebene. Gezählt wird, wie oft jede Partei jeden Wahlkreis gewinnt.
Was diese Projektion nicht kann
Keine Kandidateneffekte. Bekanntheit, Amtsbonus und Rückzüge von Abgeordneten bildet das Modell nicht ab. Viele Parteien stellen ihre Direktkandidierenden erst in den kommenden Monaten auf.
Kein taktisches Wählen. Das Modell unterstellt, dass die Erststimme dem Landestrend folgt. In den Ruhrgebietswahlkreisen mit knapper AfD-Führung könnten Wählerinnen und Wähler anderer Parteien ihre Erststimme gezielt der aussichtsreichsten Gegenkandidatur geben. Die Abweichung ginge dann vor allem zulasten der AfD.
Wenige Umfragen. Der Wahltrend beruht auf fünf Umfragen in diesem Jahr. Die Institute liegen teils weit auseinander: Die AfD lag zuletzt zwischen 17 (infratest dimap, Juni) und 22 Prozent (Forsa, September). Eine einzelne neue Umfrage kann den Trend deutlich verschieben.
Umfragewerte sind Momentaufnahmen. Bis zur Wahl sind es knapp sieben Monate. Die CDU hat seit Januar sechs Punkte verloren, die AfD dreieinhalb gewonnen. Ob sich diese Entwicklung fortsetzt, kann die Projektion nicht sagen.
Keine Wahlkreisumfragen. Es handelt sich um eine Fortschreibung von Landestrends auf historische Wahlkreismuster, nicht um Erhebungen vor Ort.
Die Detailwerte aller 128 Wahlkreise, also die projizierten Erststimmenanteile je Partei und die Gewinnwahrscheinlichkeiten aus 10.000 Simulationsläufen, stehen Abonnentinnen und Abonnenten von „Nordrhein-Westfalen“ zur Verfügung. Dort sind sie bis zum Wahltag täglich aktualisiert abrufbar, Wahlkreis für Wahlkreis, samt Kandidierenden und Sitzverteilung.
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Gültig bis 25.05.2027. Endet automatisch — keine Kündigung, keine Verlängerung.
Ausblick
Monatlich bis zur Wahl aktualisieren wir diese Analyse mit dem jeweils neuen Wahltrend und einem neuen Simulationslauf.
Sobald die Parteien ihre Kandidierenden aufgestellt haben, ergänzen wir die Direktkandidaturen in allen 128 Wahlkreisen und die Landeslisten.
Am Wahlabend, dem 25. April 2027, verfolgt poll.graphics die Auszählung in allen Wahlkreisen.
Nowcast, Simulation, Direktkandidierende und Sitzverteilung, täglich aktualisiert und für jeden Wahlkreis einzeln abrufbar:





