Die Situation in Nordrhein-Westfalen knapp 7 Monate vor der Landtagswahl

Am 25. April 2027 wählt Nordrhein-Westfalen einen neuen Landtag. Knapp sieben Monate vorher schauen wir auf alle 128 Wahlkreise: Wer liegt vorn, wer ist Zweiter, und wo ist das Rennen offen? Grundlage sind der poll.graphics-Wahltrend vom 1. Oktober und die Ergebnisse der Landtagswahl 2022.

Der poll.graphics-Wahltrend ist keine eigene Umfrage. Er ist ein gewichteter Durchschnitt aller veröffentlichten Landtagswahlumfragen. Für Nordrhein-Westfalen sind das in diesem Jahr fünf, zuletzt Forsa vom 23. September. Der Durchschnitt glättet die Ausreißer einzelner Institute.

Die CDU läge mit aktuell 31,3 Prozent klar vorn, die AfD wäre mit 19,1 Prozent zweitstärkste Kraft. Die schwarz-grüne Landesregierung hätte eine Mehrheit. Die eigentliche Verschiebung zeigt sich aber in den Wahlkreisen: Die SPD würde von 45 Direktmandaten noch 5 halten.

Wichtiger Hinweis: Es handelt sich um einen Nowcast, eine Projektion für das Hier und Jetzt auf Basis der Daten vom 1. Oktober 2026, nicht um eine Prognose für den Wahltag. Mehr zur Methode hier.

Das Wichtigste in Kürze

  • Schwarz-Grün hätte eine Mehrheit. CDU und Grüne kämen auf 149 von 283 Sitzen, sieben mehr als nötig. Auch CDU und SPD hätten mit 148 Sitzen eine Mehrheit.
  • Die CDU würde 98 der 128 Wahlkreise gewinnen, 22 mehr als 2022. Mit 31,3 Prozent stünden ihr aber nur rund 63 der 181 Regelsitze zu. Die Überhangmandate werden ausgeglichen, und der Landtag wüchse auf 283 Sitze.
  • Die SPD verliert das Ruhrgebiet. 40 ihrer 45 Wahlkreise von 2022 gingen verloren: 23 an die CDU, 13 an die AfD, 4 an die Grünen.
  • Die AfD läge in 13 Wahlkreisen vorn, 2022 gewann sie keinen. Alle 13 liegen im Ruhrgebiet, im Bergischen Land und in Lippe.
  • 44 Wahlkreise sind offen. In 14 liegen die Gewinnwahrscheinlichkeiten der beiden Erstplatzierten weniger als 10 Punkte auseinander, in 30 weitere weniger als 50 Punkte.

Sitzverteilung am 1. Oktober

Der poll.graphics-Wahltrend vom 1. Oktober lautet: CDU 31,3%, AfD 19,1%, Grüne 16,3%, SPD 16,0%, Die Linke 7,6%, FDP 3,9%, Sonstige 5,9%. Zusammen mit den projizierten Wahlkreissiegern ergibt sich folgende Sitzverteilung:

Sitzverteilung im Landtag Nordrhein-Westfalen, Projektion vom 1. Oktober 2026
Partei Zweitstimme Direktmandate Liste Sitze
CDU 31,3% 98 0 98
AfD 19,1% 13 47 60
B90/Grüne 16,3% 12 39 51
SPD 16,0% 5 45 50
Die Linke 7,6% 0 24 24
FDP 3,9% 0 0 0
Gesamt 128 155 283

Der Landtag hat 181 Regelsitze, 128 davon werden in den Wahlkreisen vergeben. Die Zweitstimme entscheidet, wie viele Sitze jeder Partei zustehen. Gewinnt eine Partei mehr Wahlkreise, als ihr nach Zweitstimmen zustehen, behält sie diese Überhangmandate, und die übrigen Parteien erhalten Ausgleichsmandate, bis das Verhältnis wieder stimmt.

Genau das passiert in dieser Projektion in großem Umfang. Die CDU gewinnt 98 Wahlkreise, obwohl ihr nach Zweitstimmen nur gut ein Drittel der Sitze zusteht. Damit die anderen Parteien im richtigen Verhältnis vertreten sind, wächst der Landtag auf 283 Sitze, 102 mehr als die Regelgröße. 2022 hatte der Landtag 195 Sitze. Die Mehrheit liegt bei 142 Sitzen. Die FDP würde mit 3,9 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.


Wer hätte eine Mehrheit?

Die amtierende Koalition aus CDU und Grünen käme auf 149 Sitze und hätte sieben Sitze mehr als nötig. Auch eine Koalition aus CDU und SPD hätte eine Mehrheit. SPD, Grüne und Linke wären zusammen weit von einer Mehrheit entfernt.

Koalition Sitze Mehrheit (142)?
CDU + Grüne (Landesregierung seit 2022) 149 ja (+7)
CDU + SPD 148 ja (+6)
SPD + Grüne + Die Linke 125 nein (−17)
SPD + Grüne 101 nein (−41)

Die Wahlkreise entscheiden nicht über die Mehrheit. Weil Überhangmandate vollständig ausgeglichen werden, folgt die Sitzverteilung fast genau den Zweitstimmen. Gewinnt die CDU zehn Wahlkreise weniger, wird der Landtag kleiner, die Anteile bleiben aber nahezu gleich. Die Wahlkreise entscheiden darüber, wer im Landtag sitzt und wie groß er wird.

Die Auswirkungen dern Fünf-Prozent-Hürde. Die FDP liegt mit 3,9 Prozent knapp darunter, Die Linke mit 7,6 Prozent deutlich darüber. Käme die FDP in den Landtag, verlören alle anderen Parteien anteilig Sitze. Bei 5 Prozent für die FDP läge Schwarz-Grün bei den aktuellen Werten nur noch etwa bei der Hälfte der Sitze, Schwarz-Rot knapp darunter. Das ist eine Überschlagsrechnung, kein Modellergebnis, aber sie zeigt: Die Mehrheiten beider Zweierbündnisse hängen am Scheitern der FDP.


Der Weg dahin: Januar bis Oktober

Wir haben die Projektion für den Ersten jedes Monats berechnet.

Die Wahlkreise seit Januar

Wahlkreise, in denen jede Partei in unserer Projektion vorn läge. Datenpunkte jeweils am Monatsersten.


Bei der Wahl 2022 gewann die CDU 76 Wahlkreise, die SPD 45 und die Grünen 7. Zwischen den Umfragen vom 28. Juni (infratest dimap) und 23. September (Forsa) ist keine NRW-Umfrage erschienen, deshalb bleiben die Linien von Juli bis September flach.

Die Grafik zeigt drei Entwicklungen:

1. Die CDU verliert Wahlkreise, obwohl sie weit vorn liegt. Im Wahltrend ist die CDU von 37,3 Prozent im Januar auf 31,3 Prozent gefallen. Die Zahl ihrer Wahlkreise sank von 118 auf 98. Auch mit 98 Wahlkreisen gewönne sie noch 22 mehr als 2022.

2. Die AfD überholt die SPD. Im Februar lag die SPD mit 19,1 Prozent noch dreieinhalb Punkte vor der AfD. Seit Mai liegt die AfD vorn, inzwischen mit drei Punkten Abstand (19,1 zu 16,0 Prozent). In den Wahlkreisen stiege die AfD von 2 auf 13, die SPD fiele nach einem Zwischenhoch von 14 im April auf 5.

3. Die Grünen gewinnen in den Universitätsstädten. Mit dem Anstieg von 12,6 auf 16,3 Prozent würde die Zahl ihrer Wahlkreise von 2 auf 12 wachsen. Dazu gehören Köln, Münster, Aachen, Bielefeld, Essen und Dortmund.


Stärkste und zweitstärkste Partei in den 128 Wahlkreisen

Stärkste ParteiWahlkreise in Nordrhein-Westfalen, Projektion der stärksten Partei, 1. Oktober 2026
Zweitstärkste ParteiWahlkreise in Nordrhein-Westfalen, Projektion der zweitstärksten Partei, 1. Oktober 2026

Die linke Karte zeigt, welche Partei in jedem Wahlkreis bei den Erststimmen vorn läge: die CDU in 98, die AfD in 13, die Grünen in 12 und die SPD in 5 (Bochum I, Bochum III, Herne, Dortmund II, Hamm I).

Gegenüber 2022 würden 41 Wahlkreise den Besitzer wechseln. 40 davon verlöre die SPD. Die CDU übernähme 23, darunter Wahlkreise in Wuppertal, Oberhausen, Wesel, Mülheim, Recklinghausen, Hagen, Unna, Dortmund und Ostwestfalen. Die AfD gewönne 13, alle bisher in SPD-Hand: Wuppertal I, Oberhausen I, Duisburg I bis III, Essen I und II, Recklinghausen II, Gelsenkirchen I und II, Lippe III, Hagen II und Unna III. Die Grünen gewönnen Köln VII, Essen III, Bielefeld I und Dortmund I von der SPD sowie Münster I von der CDU.

Die rechte Karte zeigt, wer Zweiter wäre. In 60 Wahlkreisen ist die AfD Zweite, in 57 davon hinter der CDU.

Wettbewerbskonstellationen

Die folgende Karte fasst beide Karten zusammen. Jeder Wahlkreis zeigt die beiden Parteien auf Platz 1 und 2, unabhängig davon, welche von beiden führt.


Wahlkreise in Nordrhein-Westfalen, Wettbewerbskonstellation aus führender Partei und stärkster Herausforderin, 1. Oktober 2026
Konstellation Wahlkreise
CDU ↔ AfD (CDU führt in 57, AfD in 8) 65
CDU ↔ Grüne (CDU führt in 21, Grüne in 8) 29
CDU ↔ SPD (CDU führt in 20, SPD in Hamm I) 21
AfD ↔ SPD (AfD führt in Duisburg III, Essen I, Gelsenkirchen I und II, Unna III; SPD in Bochum I, Bochum III, Herne) 8
Grüne ↔ Linke (Köln III, Köln VI, Bielefeld I) 3
Grüne ↔ SPD (Dortmund I, Dortmund II) 2

Was die Konstellationen zeigen: Die CDU ist an 115 der 128 Duelle beteiligt. Das Land teilt sich in mehrere Zonen. Im Sauerland, Siegerland, in Ostwestfalen und im ländlichen Rheinland ist die CDU weit vorn, die Verfolgerin ist meist die AfD. Am Niederrhein und im nördlichen Münsterland ist die SPD Zweite. In Köln, Bonn, Düsseldorf, Aachen und Münster treten CDU und Grüne gegeneinander an. Im Ruhrgebiet laufen Dreikämpfe zwischen CDU, AfD und SPD, oft mit nur wenigen Punkten Abstand. Nur 13 Duelle finden ohne die CDU statt: zehn im Ruhrgebiet, dazu Köln III, Köln VI und Bielefeld I.


Alle 128 Wahlkreise im Überblick (01.10.2026)

Die Einschätzung beruht auf der Monte-Carlo-Simulation mit 10.000 Durchläufen. In jedem Durchlauf werden die Erststimmenanteile aller Parteien im Wahlkreis zufällig variiert. Gezählt wird, wie oft jede Partei den Wahlkreis gewinnt. Maßgeblich ist der Abstand zwischen den Gewinnwahrscheinlichkeiten der beiden stärksten Parteien:

Kategorie Vorsprung Gewinnwahrscheinlichkeit Bedeutung Anzahl WK (01.10.)
🔴 Auf Kippe < 10% Offenes Rennen, in mehrere Richtungen realistisch 14
🟠 Umkämpft 10% – 50% Führung vorhanden, aber angreifbar 30
🟡 Tendenz 50% – 90% Klarer Vorteil, aber nicht unangreifbar 40
🟢 Klarer Vorsprung > 90% Derzeit praktisch sicher 44

Die 44 sicheren Wahlkreise gehören bis auf einen der CDU, die Ausnahme ist Köln III (Grüne). Die AfD hat keinen sicheren Wahlkreis: Von ihren 13 Führungen stehen 5 auf Kippe und 4 sind umkämpft. Von den 14 Wahlkreisen auf Kippe liegen 9 im Ruhrgebiet und in Lippe.

Nr Wahlkreis Führend 2. Platz 3. Platz Einschätzung
001 Aachen I B90/Grüne CDU SPD 🟡 Tendenz
002 Aachen II CDU B90/Grüne SPD 🟠 Umkämpft
003 Aachen III CDU SPD AfD 🟢 Klarer Vorsprung
004 Aachen IV CDU SPD AfD 🟡 Tendenz
005 Rhein-Erft-Kreis I CDU AfD SPD 🟢 Klarer Vorsprung
006 Rhein-Erft-Kreis II CDU AfD B90/Grüne 🟢 Klarer Vorsprung
007 Rhein-Erft-Kreis III CDU AfD B90/Grüne 🟢 Klarer Vorsprung
008 Euskirchen I CDU AfD SPD 🟡 Tendenz
009 Heinsberg I CDU AfD SPD 🟢 Klarer Vorsprung
010 Heinsberg II CDU AfD SPD 🟢 Klarer Vorsprung
011 Düren I CDU AfD SPD 🟢 Klarer Vorsprung
012 Düren II – Euskirchen II CDU AfD SPD 🟡 Tendenz
013 Köln I B90/Grüne CDU SPD 🟠 Umkämpft
014 Köln II B90/Grüne CDU Die Linke 🟡 Tendenz
015 Köln III B90/Grüne Die Linke SPD 🟢 Klarer Vorsprung
016 Köln IV CDU B90/Grüne AfD 🟠 Umkämpft
017 Köln V CDU AfD SPD 🟡 Tendenz
018 Köln VI B90/Grüne Die Linke SPD 🟡 Tendenz
019 Köln VII B90/Grüne CDU SPD 🟠 Umkämpft
020 Leverkusen CDU AfD SPD 🟡 Tendenz
021 Rheinisch-Bergischer Kreis I CDU B90/Grüne AfD 🟡 Tendenz
022 Rheinisch-Bergischer Kreis II CDU AfD B90/Grüne 🟢 Klarer Vorsprung
023 Oberbergischer Kreis I CDU AfD SPD 🟡 Tendenz
024 Oberbergischer Kreis II CDU AfD SPD 🔴 Auf Kippe
025 Rhein-Sieg-Kreis I CDU AfD SPD 🟢 Klarer Vorsprung
026 Rhein-Sieg-Kreis II CDU B90/Grüne AfD 🟢 Klarer Vorsprung
027 Rhein-Sieg-Kreis III – Euskirchen III CDU B90/Grüne AfD 🟢 Klarer Vorsprung
028 Rhein-Sieg-Kreis IV CDU AfD SPD 🟢 Klarer Vorsprung
029 Rhein-Sieg-Kreis V CDU B90/Grüne AfD 🟡 Tendenz
030 Bonn I CDU B90/Grüne SPD 🔴 Auf Kippe
031 Bonn II CDU B90/Grüne SPD 🟠 Umkämpft
032 Wuppertal I AfD CDU SPD 🟠 Umkämpft
033 Wuppertal II CDU B90/Grüne SPD 🟡 Tendenz
034 Wuppertal III – Solingen II CDU AfD SPD 🟡 Tendenz
035 Solingen I CDU AfD SPD 🟡 Tendenz
036 Remscheid I – Oberbergischer Kreis CDU AfD SPD 🟡 Tendenz
037 Mettmann I CDU AfD B90/Grüne 🟢 Klarer Vorsprung
038 Mettmann II CDU AfD B90/Grüne 🟢 Klarer Vorsprung
039 Mettmann III – Mülheim II CDU AfD SPD 🟢 Klarer Vorsprung
040 Mettmann IV CDU AfD B90/Grüne 🟡 Tendenz
041 Düsseldorf I CDU B90/Grüne AfD 🟡 Tendenz
042 Düsseldorf II CDU B90/Grüne SPD 🟡 Tendenz
043 Düsseldorf III CDU B90/Grüne SPD 🟠 Umkämpft
044 Düsseldorf IV CDU AfD B90/Grüne 🟡 Tendenz
045 Rhein-Kreis Neuss I CDU SPD AfD 🟢 Klarer Vorsprung
046 Rhein-Kreis Neuss II CDU AfD SPD 🟢 Klarer Vorsprung
047 Rhein-Kreis Neuss III CDU B90/Grüne SPD 🟢 Klarer Vorsprung
048 Krefeld I – Viersen III CDU AfD SPD 🟡 Tendenz
049 Krefeld II CDU AfD SPD 🟢 Klarer Vorsprung
050 Mönchengladbach I CDU AfD SPD 🟡 Tendenz
051 Mönchengladbach II CDU SPD AfD 🟢 Klarer Vorsprung
052 Viersen I CDU B90/Grüne SPD 🟢 Klarer Vorsprung
053 Viersen II CDU AfD SPD 🟢 Klarer Vorsprung
054 Kleve I CDU SPD AfD 🟢 Klarer Vorsprung
055 Kleve II CDU SPD B90/Grüne 🟢 Klarer Vorsprung
056 Oberhausen I AfD CDU SPD 🟠 Umkämpft
057 Oberhausen II – Wesel I CDU SPD AfD 🟠 Umkämpft
058 Wesel II CDU SPD AfD 🟡 Tendenz
059 Wesel III CDU SPD AfD 🟢 Klarer Vorsprung
060 Wesel IV CDU SPD AfD 🟡 Tendenz
061 Duisburg I AfD CDU SPD 🔴 Auf Kippe
062 Duisburg II AfD CDU SPD 🟡 Tendenz
063 Duisburg III AfD SPD CDU 🟡 Tendenz
064 Mülheim I CDU SPD AfD 🟡 Tendenz
065 Essen I AfD SPD CDU 🔴 Auf Kippe
066 Essen II AfD CDU SPD 🟠 Umkämpft
067 Essen III B90/Grüne CDU SPD 🟠 Umkämpft
068 Essen IV CDU B90/Grüne SPD 🟢 Klarer Vorsprung
069 Recklinghausen I CDU AfD SPD 🟠 Umkämpft
070 Recklinghausen II AfD CDU SPD 🟠 Umkämpft
071 Recklinghausen III CDU AfD SPD 🟢 Klarer Vorsprung
072 Recklinghausen IV CDU AfD SPD 🟠 Umkämpft
073 Gelsenkirchen I – Recklinghausen V AfD SPD CDU 🟡 Tendenz
074 Gelsenkirchen II AfD SPD CDU 🟡 Tendenz
075 Bottrop – Recklinghausen VI CDU SPD AfD 🟠 Umkämpft
076 Borken I CDU SPD AfD 🟢 Klarer Vorsprung
077 Borken II CDU AfD SPD 🟢 Klarer Vorsprung
078 Coesfeld I – Borken III CDU B90/Grüne SPD 🟢 Klarer Vorsprung
079 Coesfeld II CDU B90/Grüne AfD 🟢 Klarer Vorsprung
080 Steinfurt I CDU B90/Grüne SPD 🟢 Klarer Vorsprung
081 Steinfurt II CDU SPD B90/Grüne 🟢 Klarer Vorsprung
082 Steinfurt III CDU SPD AfD 🟢 Klarer Vorsprung
083 Münster I – Steinfurt IV B90/Grüne CDU SPD 🔴 Auf Kippe
084 Münster II B90/Grüne CDU SPD 🟠 Umkämpft
085 Münster III – Coesfeld III B90/Grüne CDU SPD 🔴 Auf Kippe
086 Warendorf I CDU B90/Grüne AfD 🟢 Klarer Vorsprung
087 Warendorf II CDU AfD SPD 🟢 Klarer Vorsprung
088 Minden-Lübbecke I CDU AfD SPD 🟡 Tendenz
089 Minden-Lübbecke II CDU AfD SPD 🟠 Umkämpft
090 Herford I CDU AfD SPD 🟠 Umkämpft
091 Herford II – Minden-Lübbecke III CDU AfD SPD 🟠 Umkämpft
092 Bielefeld I B90/Grüne Die Linke SPD 🔴 Auf Kippe
093 Bielefeld II CDU AfD SPD 🟠 Umkämpft
094 Gütersloh I – Bielefeld III CDU SPD B90/Grüne 🟡 Tendenz
095 Gütersloh II CDU AfD B90/Grüne 🟡 Tendenz
096 Gütersloh III CDU AfD B90/Grüne 🟢 Klarer Vorsprung
097 Lippe I CDU AfD SPD 🟠 Umkämpft
098 Lippe II – Herford III CDU AfD SPD 🟠 Umkämpft
099 Lippe III AfD CDU SPD 🔴 Auf Kippe
100 Paderborn I CDU AfD SPD 🟢 Klarer Vorsprung
101 Paderborn II CDU AfD B90/Grüne 🟡 Tendenz
102 Höxter CDU AfD SPD 🟢 Klarer Vorsprung
103 Hagen I CDU AfD SPD 🟠 Umkämpft
104 Hagen II – Ennepe-Ruhr-Kreis III AfD CDU SPD 🔴 Auf Kippe
105 Ennepe-Ruhr-Kreis I CDU SPD AfD 🟡 Tendenz
106 Ennepe-Ruhr-Kreis II CDU B90/Grüne SPD 🟡 Tendenz
107 Bochum I SPD AfD CDU 🟠 Umkämpft
108 Bochum II CDU B90/Grüne SPD 🔴 Auf Kippe
109 Bochum III SPD AfD CDU 🟠 Umkämpft
110 Herne SPD AfD CDU 🟠 Umkämpft
111 Dortmund I B90/Grüne SPD AfD 🟠 Umkämpft
112 Dortmund II SPD B90/Grüne AfD 🔴 Auf Kippe
113 Dortmund III CDU SPD AfD 🔴 Auf Kippe
114 Dortmund IV CDU SPD AfD 🟠 Umkämpft
115 Unna I CDU SPD AfD 🟠 Umkämpft
116 Unna II CDU AfD SPD 🟠 Umkämpft
117 Unna III – Hamm II AfD SPD CDU 🔴 Auf Kippe
118 Hamm I SPD CDU AfD 🔴 Auf Kippe
119 Soest I CDU AfD SPD 🟢 Klarer Vorsprung
120 Soest II CDU AfD SPD 🟡 Tendenz
121 Märkischer Kreis I CDU AfD SPD 🟡 Tendenz
122 Märkischer Kreis II CDU AfD SPD 🟡 Tendenz
123 Märkischer Kreis III CDU AfD SPD 🟡 Tendenz
124 Hochsauerlandkreis I CDU AfD SPD 🟢 Klarer Vorsprung
125 Hochsauerlandkreis II CDU AfD SPD 🟢 Klarer Vorsprung
126 Siegen-Wittgenstein I CDU AfD SPD 🟡 Tendenz
127 Siegen-Wittgenstein II CDU AfD SPD 🟡 Tendenz
128 Olpe CDU AfD SPD 🟢 Klarer Vorsprung

Die Simulation zeigt auch, wie unsicher die Wahlkreiskarte als Ganzes ist. Im Schnitt gewinnt die führende Partei ihren Wahlkreis in 78 Prozent der Durchläufe. Bildet die Simulation die Unsicherheit realistisch ab, wären heute rund 100 der 128 Wahlkreise richtig projiziert. Im Mittel aller Durchläufe gewinnt die CDU 88,7 Wahlkreise, also rund zehn weniger als im Nowcast, weil sie viele knappe Rennen anführt. AfD (16,3) und SPD (10,7) gewinnen im Mittel mehr Wahlkreise, als sie heute anführen.


Methodik in Kürze

Daten: die amtlichen Ergebnisse der Landtagswahl 2022 in den 128 Wahlkreisen, fortgeschrieben mit dem poll.graphics-Wahltrend vom 1. Oktober 2026.

Nowcast: Für jeden Wahlkreis projizieren wir den Erststimmenanteil jeder Partei. Die Sitzverteilung ergibt sich aus dem landesweiten Zweitstimmenanteil und den gewonnenen Wahlkreisen.

Sitzverteilung: 181 Regelsitze, Fünf-Prozent-Hürde, Überhangmandate werden vollständig ausgeglichen.

Monte-Carlo-Simulation: 10.000 Durchläufe mit zufälligen, größenabhängigen Schwankungen der Parteianteile auf Wahlkreisebene. Gezählt wird, wie oft jede Partei jeden Wahlkreis gewinnt.


Was diese Projektion nicht kann

Keine Kandidateneffekte. Bekanntheit, Amtsbonus und Rückzüge von Abgeordneten bildet das Modell nicht ab. Viele Parteien stellen ihre Direktkandidierenden erst in den kommenden Monaten auf.

Kein taktisches Wählen. Das Modell unterstellt, dass die Erststimme dem Landestrend folgt. In den Ruhrgebietswahlkreisen mit knapper AfD-Führung könnten Wählerinnen und Wähler anderer Parteien ihre Erststimme gezielt der aussichtsreichsten Gegenkandidatur geben. Die Abweichung ginge dann vor allem zulasten der AfD.

Wenige Umfragen. Der Wahltrend beruht auf fünf Umfragen in diesem Jahr. Die Institute liegen teils weit auseinander: Die AfD lag zuletzt zwischen 17 (infratest dimap, Juni) und 22 Prozent (Forsa, September). Eine einzelne neue Umfrage kann den Trend deutlich verschieben.

Umfragewerte sind Momentaufnahmen. Bis zur Wahl sind es knapp sieben Monate. Die CDU hat seit Januar sechs Punkte verloren, die AfD dreieinhalb gewonnen. Ob sich diese Entwicklung fortsetzt, kann die Projektion nicht sagen.

Keine Wahlkreisumfragen. Es handelt sich um eine Fortschreibung von Landestrends auf historische Wahlkreismuster, nicht um Erhebungen vor Ort.

Die vollständigen Wahlkreisdaten
Die Detailwerte aller 128 Wahlkreise, also die projizierten Erststimmenanteile je Partei und die Gewinnwahrscheinlichkeiten aus 10.000 Simulationsläufen, stehen Abonnentinnen und Abonnenten von „Nordrhein-Westfalen“ zur Verfügung. Dort sind sie bis zum Wahltag täglich aktualisiert abrufbar, Wahlkreis für Wahlkreis, samt Kandidierenden und Sitzverteilung.

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Ausblick

Monatlich bis zur Wahl aktualisieren wir diese Analyse mit dem jeweils neuen Wahltrend und einem neuen Simulationslauf.

Sobald die Parteien ihre Kandidierenden aufgestellt haben, ergänzen wir die Direktkandidaturen in allen 128 Wahlkreisen und die Landeslisten.

Am Wahlabend, dem 25. April 2027, verfolgt poll.graphics die Auszählung in allen Wahlkreisen.

Interaktive Karten für alle 128 Wahlkreise in Nordrhein-Westfalen
Nowcast, Simulation, Direktkandidierende und Sitzverteilung, täglich aktualisiert und für jeden Wahlkreis einzeln abrufbar:

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